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Die Projektion im psychotherapeutischen Prozess

Bestimmt hat jeder schon mal gehört, dass unser Umfeld auf die ein oder andere Weise ein Spiegel für uns sein kann. Genauer gesagt, sind es die Menschen und deren Verhalten. In ihnen spiegele ich unwillkürlich meine eigenen Gefühlswelten, indem ich Eigenes projiziere und anderen unterstelle, ohne es zu merken. Ich empfinde dann die Kassiererin als schnippisch, meine Kollegin als neidisch oder meinen Gatten als desinteressiert. Wenn das permanent vorkommt, handelt es sich vermutlich um Projektion.

Dieser Vorgang kann sich so verdichten, dass mich diese unterstellten Befindlichkeiten förmlich aus jeder Ecke anspringen. Eine bestimmte, nämlich die für mich typische emotionale Gegenreaktion drängt sich mir dann geradezu auf. Die Projektion im psychotherapeutischen Prozess weiterlesen

Nichts gegen Gegenübertragung in der Paartherapie

Oft stellen wir uns im Leben die Frage, warum sich zwischenmenschlich bei uns ständig dieselben Dinge abspielen. Weshalb der/die andere „es“ schon wieder tut oder lässt. Wieso ich mich schon wieder so ärgerlich, ängstlich oder deprimiert fühle. Warum wir so festgefahren sind und einfach nicht rauskommen aus unserer „Beziehungsfalle“.

Gerade in der Paartherapie ist da ein Phänomen interessant und nützlich, welches Freud als so genannte Übertragung bzw. Gegenübertragung entdeckt und definiert hat. Die Gegenübertragung sei „Der Einfluss des Patienten auf das unbewusste Fühlen des Arztes“ (Sigmund Freud: „Die zukünftigen Chancen der psychoanalytischen Therapie“, Kleine Schriften II, 1910, Kapitel 43). Nichts gegen Gegenübertragung in der Paartherapie weiterlesen

Und jedem Anfang … folgen Weg und Ziel.

Das ist nun also der Anfang meines so ziemlich lange aufgeschobenen Blogs. Schön! Oder Anfang, Weg und Ziel? Ich möchte meine Blog-Einträge mit meinem damals ebensolange aufgeschobenen Facebook-Account verknüpfen. Ein wenig setzt das Ziel mich unter Druck, ständig etwas einigermaßen Lesenswertes auf gleichem Niveau zu Papier bzw. in die Tastatur zu bringen. Das Netz ist doch proppenvoll mit Nachrichten und Informationen aller Art, und kein Mensch könnte sich das Ziel setzen, die alle in einem einzigen Menschenleben zu lesen. Da existiert also der größtmöglich anzunehmende Wettbewerb unter den Beiträgen, was die Qualitätsmaßstäbe unheimlich nach oben setzt. Aber wahrscheinlich ist das der falsche Ansatz, nicht der richtige Weg zum Ziel, und ich habe es gerade mit den berühmten Erwartungserwartungen zu tun. Und jedem Anfang … folgen Weg und Ziel. weiterlesen