Essstörung Bulimie Binge-Eating

Therapie bei Essstörungen – ICD 10 F50.2 und F50.4

Man ist, was man isst, sagt der Volksmund. Essstörungen im Zusammenhang mit Nahrungsaufnahme sind vielschichtig und können tief verankerte Gefühle von Wut und Machtlosigkeit zum Ausdruck bringen. Sie wurzeln in den häufigsten Fällen in weit zurückliegende Entwicklungsphasen. Sicherlich werden Betroffene bestätigen, dass Essstörungen einen starken Suchtcharakter haben. Ich helfe Ihnen bei Binge-Eating oder Bulimie mit einer nachhaltigen Therapie, wieder in ein gesundes Leben zurückzufinden.

Schilderung_einer_Essstörung

Binge-Eating und Bulimie

„Wer sind Sie, wenn Sie weder essen noch leisten?“ – Diese Frage steht in meinen Sitzungen zur Therapie von Essstörungen oft am Anfang des therapeutischen Dialogs. Typischerweise wird dann häufig die Unfähigkeit, hierauf sofort eine Antwort geben zu können, bereits als eindeutiger Beweis des eigenen Versagens interpretiert. Wie so vieles andere im täglichen Leben.

Sucht frisst Seele auf

Unser Körper ist älter als alle andere Abbildungen unserer Existenz und lässt sich auf Dauer nicht manipulieren. Die missbräuchliche Behandlung der eigenen Physis gibt Hinweise darauf, wie eventuell in der früheren Entwicklungsgeschichte mit den eigenen Bedürfnissen und Wahrnehmungen, mit dem emotionalen Körper umgegangen wurde: Was nicht passt, wird passend gemacht.

Become somebody with no body

Übrigens gibt es im Zusammenhang mit Essstörungen die signifikante Häufung einer Komorbidität mit Depression. Das bedeutet, dass gleichzeitig zum Binge-Eating oder zur Bulimie depressive Verstimmungen vorliegen, oder diese sogar einmal der Auslöser der Suchterkrankung waren. Ebenso blicken die meisten essgestörten Menschen auf eine frühe und lange Diäten-Karriere zurück. Entsprechend werden diese Erkenntnisse in der Therapie mit berücksichtigt.

Behandlung bei Bulimie und Binge-Eating

Die Reise aus der Bulimie heraus ist lang, hart und steinig. Aber sie holt wesentliche Entwicklungsschritte nach, besonders in den Kategorien von Selbstvertrauen, Selbstbehauptung und Selbstliebe. Erst wenn die Klientin oder der Klient diese hinzugewonnenen bzw. wiederbelebten Persönlichkeitsanteile als tragfähig erlebt, kann sie auf das alte Kompensationsmuster, nämlich die systematische Ablenkung und Betäubung durch Essen bzw. Nahrungsentzug, dauerhaft verzichten.

No body is perfect

Essstörungen mit einem BMI von über 16 werden ambulant unterschiedlich behandelt. Mein Ansatz besteht in der Aufdeckung von dysfunktionalen Gedankenmustern mit begleitender ressourcenorientierter Stabilisation der Klientin. Narzisstische oder selbstschädigende Anteile, die sich etwa aus einer frühen und schmerzhaften Selbstwertverletzung ergeben haben, werden besichtigt. Die Beschäftigung mit Selbstwahrnehmung versus Fremdbild, mit Gefühlen von Einsamkeit und Ohnmacht, Abgrenzungsfähigkeit, Körperwahrnehmung, Selbstachtung sowie das Zurückgewinnen von Orientierung stehen im Zentrum der Behandlung.

Bachelor-Arbeit Uni Kassel 2011, Anne Machon: Bedeutung der Ernährungserziehung für Essstörungen

(Als Heilpraktikerin für Psychotherapie behandle ich Essstörungen, sofern sie nicht lebensbedrohlich sind. Bei schweren Essstörungen mit einem BMI von unter 16 wenden Sie sich bitte sofort an Ihren Hausarzt, der Sie an die richtige Stelle überweisen wird.)

Leide ich an Binge-Eating oder Bulimie?

Schildern Sie hier die Erfahrungen, die Sie persönlich mit Essen, Ängsten um Ihre Figur oder mit Diät-Maßnahmen machen:


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