Gepflegter, aber gestresst wirkender Mann mit Brille, der womöglich am Burnout-Syndrom erkrankt ist.

Burnout-Syndrom

Therapie bei Burnout-Syndrom – ICD 10 F32.9

Die Symptome eines Burnout-Syndroms belasten fortschreitend und bedürfen einer Therapie. Diese ist ambulant möglich, also zum Beispiel mit therapeutischen Sitzungen einmal wöchentlich beim Heilpraktiker für Psychotherapie. Ist die Erkrankung schon zu weit fortgeschritten, kann eine stationäre Therapie notwendig werden.

Das bedeutet: Ein Aufenthalt in einer Spezialklinik für mindestens drei Monate. Natürlich muss der oder die Betroffene bei einer stationären Therapie für diesen Zeitraum krankgeschrieben werden und kann keiner alltäglichen Arbeit nachgehen. Danach nimmt ein Burnout-Behandelter seine Berufstätigkeit meist zeitlich steigernd mit dem so genannten Hamburger Modell wieder auf.

Eine ambulante Burnout-Therapie kann dagegen parallel zur Berufstätigkeit stattfinden und verhindert in aller Regel die Notwendigkeit eines stationären Aufenthaltes und einer Krankschreibung über längere Zeit.

Was ist ein Burnout?

Unsere Leistungsgesellschaft, die eine umfassende soziale Sicherheit für alle schafft, bedingt oftmals Situationen, in denen Menschen sich selbst dauerhaft und systematisch überfordern. Ohne dies wahrzunehmen. Ergebnis sind Energielosigkeit, Schlafstörungen, Sinnkrisen und mangelnde Lebensfreude.

Ausgebrannt, erschöpft, schlaflos

Das Burnout-Syndrom, früher auch Erschöpfungsdepression genannt, erscheint meist als eine Verweigerung so genannter seelischer Handlungen und Aktivitäten. Sie zwingt den Menschen schließlich zum totalen Innehalten, bevor er in Leistungsdruck und Pflichterfüllung seine physischen wie psychischen Kapazitäten noch weiter überstrapaziert. Bei der jeder Rückfluss in Form von Ausgleich, Lebensfreude, Spaß und Selbstbestimmtheit ausbleibt.

Ich muss, ich sollte, ich darf nicht …

Der Antrieb zu einem solch übertriebenen Maß an Selbstdisziplin ist zumeist anerzogen bzw. angstgesteuert. Wer pausenlos leistet, ist womöglich auf der ständigen Flucht vor gefühlter Missbilligung, Ablehnung und Verurteilung anderer. Oder sucht in einem ungesunden und abhängigen Ausmaß krampfhaft nach der Anerkennung und Wertschätzung anderer, ohne dass dieses Bedürfnis je erfüllt zu sein scheint. Das kann dann an falschen Erwartungen aus dem Innen oder an ungünstigen oder unfairen Bedingungen im Außen liegen.

Burnout als vermeintliche Erkrankung stellt eher eine Selbstregulationsmaßnahme dar, welche einsetzt, bevor der Klient sich selbst und seine eigentlichen Bedürfnisse komplett unterordnet, sogar opfert, und eigene Wünsche und Lebensentwürfe völlig aus den Augen verliert.

Burnout-Behandlung, Burnout-Therapie

Wenn die anfängliche Differenzialdiagnose das Vorliegen einer depressiven Episode ausschließen kann, wird die Burnout-Erkrankung behandelt mit einer Analyse der Work-Life-Balance und mit einer Bilanzziehung zu den verfügbaren Kraftressourcen. Ziel der gesprächsorientierten Therapie ist eine Stärkung der Abgrenzungsfähigkeit gegenüber innerer und äußerer Überforderungen und Grenzüberschreitungen.

Ich darf meine Grenzen wieder spüren

Es wird ein stabiles Verständnis aufgebaut für eigene Grenzen, „Schwächen“ und für bisherige Annahmen bezüglich eigener Leistungsverpflichtungen. Parallel entwickeln wir eine neue Haltung und Lebensweise, die den Rückfluss von Energien im Alltag sichert und den eigenen Möglichkeiten und Zielen besser entspricht.

Leide ich an Burnout?

Schildern Sie hier die Erfahrungen, die Sie persönlich mit Burnout oder mit Erschöpfung machen:


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