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SABINE BRUNNER, HEILPRAKTIKERIN (PSYCHOTHERAPIE) + SYSTEMISCHE BERATERIN.
Sabine Brunner
HP Psychotherapie | Paarberaterin
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Mann zeigt Geste, die Einschränkung ausdrückt durch Persönlichkeitsstörungen

Persönlichkeitsstörungen

Psychotherapie bei Persönlichkeitsstörungen – ICD 10 F60

Persönlichkeitsstörungen sind Auffälligkeiten im Denken, Fühlen und Handeln, die nicht zu den so genannten affektiven Störungen wie etwa Depression gerechnet werden. Ehemals fasste man diese Klasse von psychischen Störungen im Begriff der Neurose zusammen. Damit waren sie abgrenzbar von den so genannten Psychosen.

Es gibt laut der für uns in Deutschland tätigen Psychotherapeuten verbindlichen ICD-10, der „International Classification of Deseases“, eine klar definierte Liste der bekannten Persönlichkeitsstörungen. Diese haben mittlerweile ihren Weg in die Umgangssprache gefunden und sind den meisten Menschen vom Hörensagen bekannt.

Im amerikanischen DSM dagegen (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders) werden die einzelnen Persönlichkeitsstörungen nicht als Liste gleichrangiger, voneinander unabhängiger Diagnosen dargestellt, sondern als benachbarte Störungen, die sich im Schweregrad und im Introversions- versus Extroversionsgrad unterscheiden. Otto F. Kernberg, der ein maßgebliches und umfangreiches Werk zur psychoanalytischen Sicht auf Persönlichkeitsstörungen geschaffen hat, fertigte eine Tabelle zu dem im DSM IV TR aufgeführten Schema an, hier auf Seite 37 einer lesenswerten Arbeit aus 2011 über Persönlichkeitsorganisation.
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Persönlichkeitsstörung ist das ‚Zuviel‘

Was in einem angemessenen Maß einfach nur als Eigenschaft oder Eigenheit einer Person wahrgenommen wird, gilt im Übermaß als psychopathologisch. Mit dieser Störung werden Menschen voraussichtlich Probleme in ihrem sozialen Umfeld bekommen und leiden an unproduktiven und störenden Gedanken und Gefühlen. Eine Persönlichkeitsstörung wird im ICD 10 klassifiziert als paranoid, schizoid, dissozial, emotional instabil (impulsiver Typ und Borderline-Typ), histrionisch, anankastisch (zwanghaft), ängstlich (vermeidend), abhängig (asthenisch), narzisstisch, passiv-aggressiv (negativistisch) oder sonstige wie die spezifische, nicht näher bezeichnete Persönlichkeitsstörung.

Zu viel Angst, zu viel Abhängigkeit

Graduell kommen Überbetonungen von Persönlichkeitsanteilen wohl bei fast jedem Menschen vor. Nicht immer muss man gleich ein pathologisches Ausmaß dramatisieren. Der eine ist eben ein wenig ängstlich veranlagt, der nächste macht sich gerne abhängig von anderen und die dritte leidet unter narzisstisch anmutenden Anwandlungen und Befindlichkeiten und ist halt ein Angeber.

Wenn die Auswirkungen dieser Verschiebungen für den Betroffenen selbst oder für seine Angehörigen aber zur Belastung werden, trägt eine gelungene Therapie sicherlich zu mehr Lebensqualität und Gesundheit bei. Die frühzeitige Behandlung von Persönlichkeitsstörungen kann viele Folgeprobleme und Folgeerkrankungen verhindern.

Wir Großstadtneurotiker

Das Erkennen und Einbeziehen von Störungen aus diesem Formenkreis gehört mit zu meiner täglichen Arbeit in meiner Praxis in Berlin-Schmargendorf. Teilweise ist eine der genannten Störungen die einzige „Baustelle“, die behandelt werden soll. Teilweise kommt sie als Koindikation vor, zusammen mit einer anderen Erkrankung.

Persönlichkeitstest ’16 Personalities‘

Der Psychoterror der Zwangserkrankung: Interview mit Betroffenem

Die Zwangsstörung als unwirksame Maßnahme der Angstkompensation

Übersicht

 

 

 

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