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SABINE BRUNNER, HEILPRAKTIKERIN (PSYCHOTHERAPIE) + SYSTEMISCHE BERATERIN.
Sabine Brunner
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Mann zeigt Geste, die Einschränkung ausdrückt durch Persönlichkeitsstörungen

Persönlichkeitsstörungen

Psychotherapie bei Persönlichkeitsstörungen – ICD 10 F60

Die so genannten Persönlichkeitsstörungen sind Auffälligkeiten im Denken, Fühlen und Handeln, die nicht zu den so genannten affektiven Störungen wie etwa Depression gerechnet werden. Ehemals fasste man diese Klasse von psychischen Störungen im Begriff der Neurose oder „Charakterneurose“ als Sammelbezeichnung für eine Vielzahl psychischer Störungen zusammen.

Damit waren diese seelischen Erkrankungen abgrenzbar von den so genannten affektiven Störungen und Psychosen. Im Gegensatz zur Psychose bleibt der Realitätsbezug zur Welt und zur eigenen Person unter einer Persönlichkeitsstörung erhalten. Ausnahme Borderline-Störung: Hier kann der Realitätsbezug bereits eingeschränkt sein.

Freud: Neurose als Pflaster auf der Wunde

Es gibt laut der für uns in Deutschland tätigen Psychotherapeuten verbindlichen ICD-10, der „International Classification of Deseases“, eine klar definierte Liste aller bekannter Persönlichkeitsstörungen. Sie finden die fachlichen Begrifflichkeiten für diese Erkrankungen unten unter der Überschrift „Übersicht“. Einige Termini haben mittlerweile ihren Weg in die Umgangssprache gefunden und sind den meisten Menschen vom Hörensagen bekannt.

Sigmund Freud verstand neurotische Erkrankungen als unbewussten Kompensations- und Schutzmechanismus, entstanden durch frühkindliche Versagungstraumata oder andere von außen bedingte konfliktbehaftete Entwicklungsstörungen. Im Falle einer späteren, krisenbedingten Dekompensation fiele der Mensch – jetzt ohne Pflaster – wieder zurück auf den ursprüngliche Gefühlszustand der ehemaligen seelischen Verletzung. Das kann sich dann, unbehandelt, in Form von schweren Episoden und psychischen Zusammenbrüchen ausdrücken.

Klinischer Standard DSM-IV

Im amerikanischen DSM dagegen (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders) werden die einzelnen Persönlichkeitsstörungen nicht als Liste gleichrangiger, voneinander unabhängiger Diagnosen dargestellt, sondern als benachbarte Störungen, die sich im Schweregrad und im Introversions- versus Extroversionsgrad unterscheiden. Die Klassifizierung aller Störungen wird in den Clustern A, B und C unterschieden: Eher exzentrisch, eher impulsiv oder eher furchtsam.

Otto F. Kernberg, der ein maßgebliches und umfangreiches Werk zur psychoanalytischen Sicht auf Persönlichkeitsstörungen geschaffen hat, fertigte eine Tabelle zu dem im DSM IV TR aufgeführten Schema an, hier auf Seite 37 einer lesenswerten Arbeit aus 2011 über Persönlichkeitsorganisation.

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Persönlichkeitsstörung ist das ‚Zuviel‘

Was in einem angemessenen Maß einfach nur als Eigenschaft oder Eigenheit einer Person wahrgenommen wird, gilt im Übermaß als psychopathologisch. Mit dieser Störung werden Menschen voraussichtlich Probleme in ihrem sozialen Umfeld bekommen und leiden an unproduktiven und störenden Gedanken und Gefühlen. Eine Persönlichkeitsstörung wird im ICD 10 klassifiziert als paranoid, schizoid, dissozial, emotional instabil (impulsiver Typ und Borderline-Typ), histrionisch, anankastisch (zwanghaft), ängstlich (vermeidend), abhängig (asthenisch), narzisstisch, passiv-aggressiv (negativistisch) oder sonstige wie die spezifische, nicht näher bezeichnete Persönlichkeitsstörung.

Zu viel Angst, zu viel Zwang, zu viel Abhängigkeit

Graduell kommen Überbetonungen von Persönlichkeitsanteilen wohl bei fast jedem Menschen vor. Nicht immer muss man gleich ein pathologisches Ausmaß dramatisieren. Der eine ist eben ein wenig ängstlich veranlagt, der nächste macht sich gerne abhängig von anderen und die dritte leidet unter narzisstisch anmutenden Anwandlungen und Befindlichkeiten und ist eben vom Typus eines Angebers.

Wenn die Auswirkungen dieser Verschiebungen für den Betroffenen selbst oder für seine Angehörigen aber zur Belastung werden, trägt eine gelungene Therapie sicherlich zu mehr Lebensqualität und Gesundheit bei. Die frühzeitige Behandlung von Persönlichkeitsstörungen kann viele Folgeprobleme und Folgeerkrankungen verhindern.

Zu einseitig, zu viel des Guten

Sich mit den eigenen, bisher unbewussten Persönlichkeitseigenschaften zu beschäftigen, kann zunächst schmerzhaft oder beängstigend sein. Aber im Rahmen einer vertrauensvollen Therapie geht diese Phase über in eine nächste, in der erste Erfolge erzielt werden können und das Selbstvertrauen anwächst. Im besten Fall kann sich durch die therapeutische oder beraterische Begleitung die eigene Persönlichkeit erstmals richtig entfalten, sobald gute Ziele und richtige Strategien gefunden werden konnten.

Das Erkennen und Einbeziehen von Störungen aus dem Formenkreis der Persönlichkeitsstörungen gehört mit zu meiner täglichen Arbeit in meiner Praxis in Berlin-Schmargendorf. Teilweise ist eine der genannten Störungen die einzige „Baustelle“, die behandelt werden soll. Teilweise kommt sie als Koindikation vor, zusammen mit einer anderen Erkrankung.

Persönlichkeitstest ’16 Personalities‘

Der Psychoterror der Zwangserkrankung: Interview mit Betroffenem

Die Zwangsstörung als unwirksame Maßnahme der Angstkompensation

Übersicht

 

 

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