Paartherapie Beziehungsberatung

Beziehung und Partnerschaft

Wer kennt das nicht: Endlich habe ich meine Traumfrau, respektive Mister Right gefunden. Herzklopfen. Schmetterlinge im Bauch. Überflutende Sehnsucht.  Und das Beste: Er oder sie will auch! Der Himmel hängt voller Geigen.

Leider gibt es kaum bekannte Fälle, in denen diese hormonintensive Glücksphase über lange Dauer anhält. Eventuell ist das aber ganz gut so, weil unsere Wahrnehmungen in dieser Zeit ziemlich verzerrt sind und unser Weltbild vorübergehend eher einem unbewussten Märchenreich ähnelt als dass es der Realität entspricht. Der Zauber ist irgendwann vorbei, und die Verliebtheit verwandelt sich entweder in Ernüchterung und Abwenden oder in keimende Liebe und – eine Menge Arbeit.

Paarberatung und Paartherapie

Missverständnisse und Verletzbarkeit in Beziehungen und Partnerschaften sind oftmals Symptome dafür, dass die eigene Selbstsicherheit und Selbstliebe aufgetankt werden müssen. Kommunikationsregeln können der Schlüssel sein für eine neue, gemeinsame und harmonischere Entwicklungsphase. Ich unterstütze Sie dabei, Ihre Beziehung auf den Weg zu bringen, den Sie sich beide vorstellen – mit Paarberatung und/oder Paartherapie.

Vorbereitet für die Partnerbörse

Sie dürfen auch eine Zeitlang Einzelsitzungen nehmen, weil Sie Ihre Beziehung erst einmal für sich bearbeiten und klären wollen. Oder weil sie eine verlorene Liebe verarbeiten möchten. Oder weil Sie eine neue Partnerschaft eingehen wollen, aber nicht wieder die selben Fehler machen möchten wie bisher.

Wo ist der kleine Unterschied?

Worin der Unterschied zwischen Paarberatung und Paartherapie landläufig verstanden wird, hat ein Kollege hier kurz und anschaulich beschrieben, Zeit Online hier ein bisschen ausführlicher. Ich persönlich behandle die Grenzen als fließend.

Niemand soll sich übrigens am Begriff „Therapie“ stören. Der Ausdruck wird nicht mehr wie früher im engeren Sinne als Heilung einer krankhaften Störung verstanden. Konflikte zwischen Partnern sind eher ein gesundes Zeichen als ein krankes – auch wenn ich übrigens dank meiner Berufserlaubnis vom Gesundheitsamt  ganz offiziell „Psychotherapie“ ausüben darf. Fundiertes Hintergrundwissen hat meinen Klienten jedenfalls, auch „nur“ bei einer Paarberatung, noch nicht geschadet.

In dir erkenne ich mich

Ich sehe in der Paarberatung und Paartherapie in aller Regel eine Kollision der jeweils persönlichen kompensatorischen „Strickmuster“ bzw. die Unvereinbarkeit der gegenseitigen bisherigen Lösungsversuche im Verhalten. Das erklärt die große Bedeutung, die dem Verhalten des anderen beigemessen wird sowie die vermeintliche Unfähigkeit, mit diesem alles erschütternden Verhalten anders umzugehen.

Den so genannten kompensatorischen, also vermeidenden Verhaltensmustern liegen oft als problematisch empfundene Gefühle zugrunde, die als mechanistisch und überflutend erlebt werden. Gleichzeitig sind wir füreinander ein Spiegel, die ideale Projektionsfläche für eigene Wunschvorstellungen und Ängste. Meiner heutigen Bezugsperson ausgesetzt, erlebe ich natürlicherwiese auch meine tiefsten Abgründe und die beschämendsten Schwächen, mit denen ich bisher stereotyp umgegangen bin.

Beziehung ist Weiterentwicklung

Grundsätzlich halte ich den Kernkonflikt, der innerhalb einer engen Beziehung daraus entsteht, auf beiden Seiten für die Chance, die eigene Ent-Wicklung fortzusetzen: Eine Möglichkeit und gefühlte Notwendigkeit, Handlungsfähigkeit zu erweitern und zu variieren. Ich kann lernen, Tatsachen zu akzeptieren, zu ertragen und irgendwann sogar die Vorteile daraus zu schätzen. Ich muss und will vielleicht gar nicht mehr alles kontrollieren, besonders nicht meinen Partner. Frustrationstoleranz, Perspektivenvielfalt und Gottvertrauen werden kontinuierlich trainiert, wenn ich es zulasse.

Vertrauen in mich selbst

Was uns oft nicht klar ist: Als erwachsene Person könnte ich mit Enttäuschung, Ablehnung und Niederlagen umgehen, beziehungsweise mit den natürlicherweise daraus entstehenden Gefühlen – für den Fall, dass sich mein Vertrauen tatsächlich als unbegründet herausstellen sollte. Aber um für Vertrauen belohnt werden zu können, muss ich erstmal versuchen, zu vertrauen, besonders auf mich selbst und meine innere Stärke.

Eigene Schwächen verzeihen lernen

Teilweise entlarven sich hinter den ehelichen Auseinandersetzungen, die erstmals vor den Augen einer Therapeutin stattfinden, unerkannte Persönlichkeitsanteile oder manifeste seelische Erkrankungen wie etwa depressive Verstimmungen , ein beginnender Burnout oder eine Sucht. Diese können dann, wenn gewünscht, in zusätzlichen Einzelsitzungen parallel bearbeitet werden.

„Entweder, oder“ – oder „sowohl als auch“?

Um die wichtige Beziehung, um meine Liebe und meine Lebensplanung zu retten, bin ich in der Lage und bereit, mich selbst in Frage zu stellen. Und eigene regressive, früh entwickelte Abwehrmechanismen zur Kenntnis zu nehmen, sie als nicht mehr jederzeit angemessen einzuordnen und allmählich immer öfter auf sie verzichten zu können. Mit liebevoller, gerne auch augenrollender Unterstützung des aus der Paarbehandlung aufgeklärten Partners.

Beziehungskonflikte endgültig lösen

Beziehungs- und Paarkonflikte können aufgelöst werden mit einer Anleitung zu einer offeneren Kommunikation untereinander, der Bewusstmachung auch unbewusster Erwartungen und Bedürfnisse an den anderen und mit einem praxisorientierten Training für typische Alltagssituationen. Oft gehen Weinen und Lachen ineinander über, zum Beispiel bei meinen gefürchteten Rollenspielen, in denen Sätze nachgesprochen werden müssen, auch wenn dies anfangs total krampfig klingt – frei nach dem Motto ‚Fake it until you make it‘. Manchmal entstehen absolut innige und intensive Momente, in denen alle Beteiligten die Kraft unseres Herzens mal wieder ganz deutlich spüren können.

Und manchmal geht es zu Ende

In einigen Fällen stellt sich heraus, dass ein Partner doch nicht bereit ist, so viel Kraft, Geduld und Veränderungswillen einzubringen, die die individuelle Beziehung eigentlich bräuchte, um funktionieren zu können. Das ist eine freie Entscheidung und völlig in Ordnung. Wichtig ist es jedoch, sich diese Entscheidung, die häufig unbewusst schon getroffen wurde, bewusst zu machen, anstatt weiterhin unerkannt zu sabotieren und dem anderen ständig die Schuld zuzuschachern.

Es ist fair dem künftigen Ex-Partner gegenüber, ihn teilhaben zu lassen am Trennungswunsch und eventuell an den Gründen dafür. Ich begleite Paare über die schmerzliche Erkenntnis hinaus durch die notwendige Trennungsphase. Ich unterstütze eine gute und angemessene Umwandlung der Liebesbeziehung in eine abgeschlossene, wichtige Erfahrung. Oder, wenn beide Seiten die Möglichkeiten dafür mitbringen, in ein  platonisch-partnerschaftliches Verhältnis. Besonders wenn gemeinsame Kinder, geliebte Haustiere odere andere Verantwortlichkeiten mit im Spiel sind, sind beide Partner im Rückblick dankbar dafür.

Der Weg ist das Ziel

Die Dauer des Beratungsprozesses kann unterschiedlich ausfallen. Manchmal reichen bereits einige gemeinsame Sitzungen als Anstoß. Oder die Paararbeit wird begleitender Baustein eines wichtigen Lebensabschnittes. Ich erlaube mir, für eine 60-minütige Paarberatung 120 Euro als Therapeutenhonorar abzurechnen. Etwaige eingeflochtene Einzelsitzungen kosten 80 Euro, die in beliebigem Abstand gebucht werden können.

Leiden wir an einer Krise?

Schildern Sie hier die Erfahrungen, die Sie persönlich mit Beziehungsstreit, Missverständnissen oder Entfremdung machen:


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