Anpassungsstörungen

Anpassungsstörungen – ICD 10 F43.0 und F43.9

Eine Anpassungsstörung liegt vor, wenn sich jemand an schwierige und meist plötzliche Veränderungen im Leben – Scheidung, Kündigung, andere Verluste – nicht zügig anpassen, dass heißt sie nicht gleich akzeptieren und einfach mit ihnen weiterleben kann. Einher gehen mit dieser Phase diverse psychische Symptome wie Antriebsverlust, Trauer oder Appetitverlust, die dann per Differienzialdiagnose von der Depression abgegrenzt werden muss, damit es nicht zu einer Falschbehandlung kommt. Die Anpassungsstörung dauert laut Definition nicht länger als 6 Monate an und kann auch von kürzerer Dauer sein.

Die Verbitterungsstörung erzeugt, wie der Name schon sagt, das Gefühl einer nachhaltigen Verbitterung, Rachegefühlen und Antriebsunwillen, ausgelöst von einer punktuell gemachten erschütternden Erfahrung (Posttraumatische Verbitterungsstörung PTED) oder ausgelöst von anhaltenden Enttäuschungen und Vertrauensbruch-Erfahrungen (komplexe Verbitterungsstörung). Sie bündelt eine ganze Reihe an belastenden Gefühlen, die durchaus den Schweregrad vergleichbar einer schweren Depression aufweisen können, auch wenn die Gefühlslage eher heiß denn leer ist. Obwohl die Verbitterungsstörung zu den Anpassungsstörungen gezählt wird, chronifiziert sie voraussichtlich unbehandelt, anstatt nach circa sechs Monaten abzuklingen. Sehr häufig, besonders in der Vergangenheit, wurde die Verbitterungsstörung mit einer Depressiven Episode verwechselt.

Die Verbitterungsstörung wird behandelt mit verschiedenen Ansätzen, etwa mit der so genannten Weisheitstherapie.

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